maniyax records

Svffer - lies we live LP


Was passiert wenn man vier begabte und herzblutbeschmierte MusikerInnen in einen Proberaum schmeißt, sich das ganze dann Svffer nennt und dem Namen so gerecht wird, wie keine andere Band? Sie nehmen irgendwann ein selbsttitelndes Debut auf, konzertieren, touren, proben und dann: das erste Album. Das auch gleich Stuhlbeine zersplittern lässt und einen auf den schlammigen Boden der dreckigen Tatsachen zurückholt. Zwar verstehe ich nicht ganz, warum sich Svffer auf Bandcamp als Emoviolence tagt – der Unterschied zu genreprägenden Bands wie Jeromes Dream, Joshua Fit For Battle oder Spirit Of Versailles ist viel zu frappierend -, aber die Scheibe kommt knüppeldick und hält das Pissigkeitsniveau bis zum letzten der 13 Songs aufrecht. Stilistisch liegt das ganze in der aktuell beliebten, unbenannten Stilrichtung, die man zaghaft nur durch andere Genres wie Crust, Powerviolence und je einer Prise Hardcore und Black Metal definieren kann – wir könnten sie auch einfach Frank nennen. Da wird geblastet bis die Felle reißen, Saiten werden tieftemperiert geschunden und geschändet und Kehlen herausgebrüllt bis die Lungenflügel mitkommen. Tempo und Dynamik bleiben unverändert schnell, sogar die wenigen „ruhigen“ Stellen in der Scheibe werden durchgeschossen. Der Rhythmus ist straight, kein Taktgewurste (braucht auch eigentlich keiner). Textlich hat die Band alles was es braucht: gutes Englisch, Struktur, Sinn, Bedeutung. Ohne Beanstandungen. Die Scheibe wird garantiert nicht langweilig. Svffer ist allgemein eine der aktuell hörbarsten Bands in der geografischen Region, die man Deutschland nennt und – die Gruppe wird diesen Witz eine Million mal schon gehört haben – die Band ist der beste Beweis für die Existenz von Bielefeld. Danke Svffer
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10 EUR