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Amouth - Awaken LP

Amouth - Awaken LP


Ich bereite euch mal auf den nächsten Satz vor, in welchem mindestens vier Worte mit dem Buchtsaben “A” beginnen: Amouth kommen aus Arezzo und veröffentlichen mit Awaken ihr erstes Album. Neben Time As A Color sind einige Labels wie z.B. Shove Records, Oceano Records, Dingleberry Records, Indelirium Records oder Drown Within Records an dem Release beteiligt. Die Italiener präsentieren in 36 Minuten insgesamt sechs Songs zwischen Post-Hardcore, Shoegaze, Post-Rock und Post-Metal. Nun, bei mir dauerte es einige Durchläufe, bis ich mit dem Sound der vier Jungs warm wurde. Schon das Intro zieht sich ungemütlich lange hin, dafür ballert das nachfolgende Awake ziemlich Dampfhammer-mäßig aus den Lautsprechern, bis dann schöne melodische Gitarren um die Ecke linsen und das Ganze in einen atmosphärischen Part mündet, der sogar mit mehrstimmigem Gesang aufwarten kann. Auch Song Nummer drei (The Priest) nimmt euch auf eine abwechslungsreiche Reise mit. Dieses Stück würde ich euch dann auch als Anspieltipp empfehlen: der Song bohrt sich fast schon hypnotisch ins Gehör, zudem entsteht bisweilen eine ganz schön düstere Atmosphäre, dennoch überwiegt das Licht am Ende des Tunnels. Manche Parts wirken tranceartig, die einmal angeschlagene Gitarre darf fast komplett ausklingen, bevor sie in gleicher Tonlage erneut angeschlagen wird. Dazwischen Rauschen, das selbst noch meine alten Tapes, die ich ohne gedrückte Dolby Surround-Taste aufgenommen habe, in den Schatten stellt. Bis dann wieder die fette Stoner-Gitarre rausgekramt wird und der Schlagzeuger mit voller Wucht in die Becken drischt. Wie gesagt, die Platte wächst mit jedem Durchlauf ein wenig mehr. Vergleichbare Bands zu finden ist hier übrigens gar nicht so einfach, die deutsche Post-Rock-Band Ira könnte in etwa passen, Isis oder Pelican würden auch noch einigermaßen zutreffen. Zum Erscheinungsbild der Platte: Wenn man den in Packpapier-Optik gestalteten Karton erblickt, dann freut man sich über den gelungenen, Fingerabdruck-mäßigen Siebdruck auf dem Frontcover, wundert sich aber trotzdem über den fehlenden Albumtitel & Schriftzug. Dreht und wendet man die Platte, dann wird man doch noch fündig. Auch der Backprint kann mit schlichter Schönheit faszinieren, zudem stehen die Texte auf einem schmalen Kartonstreifen, der durch raffinierte Falttechnik verhindert, dass die Schallplatte rausfallen kann. Es gibt wohl auch noch eine CD-Version, die in einer hölzernen Box mit reingebranntem Artwork kommt. Ich persönlich steh ja auf so liebevoll angefertigten DIY-Kram. (7,5/10)
(borderline fuckup)

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10 EUR